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Neue Seelsorger*innen für Notfallseelsorge und Krankenhaus beauftragt

Auf dem Foto von links nach rechts: Landespfarrerin Bianca van der Heden, Michael Wingender (Leiter NFS); Kath. Koordinator Diakon Ulf Bettels, Petra Adolphs, Katharina Floer, Nicole Sperlich, Tanja Baader (alle Notfallseelsorgerinnen), Uwe Spars (Krankenhausseelsorger), Dechant Heinz-Peter Teller, Superintendent Bernd-Ekkehart-Scholten

Ökumenischer Gottesdienst mit Seelsorgebeauftragung am 04. Dezember 2024 in der Hoffnungskirche in Rheindorf. Vier ehrenamtliche Seelsorgerinnen und ein Krankenhaus-Seelsorger wurden verpflichtet.

In einem feierlichen Gottesdienst wurden am Mittwoch, 04.12.2024 die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen der Notfallseelsorge sowie ein Krankenhaus-Seelsorger durch den Superintendenten des Kirchenkreises Leverkusen, Bernd-Ekkehart Scholten, und den Stadtdechanten, Heinz-Peter Teller, offiziell beauftragt. Diese Beauftragung stellt einen kirchlichen wie auch gesetzlichen Akt dar: eine Urkunde bezeugt, dass sie nun unter dem Seelsorgegeheimnis-Schutzgesetz stehen.

Leitender Wert in der Notfallseelsorge sei Hilfe und gelebte Gemeinschaft, betonte Bernd-Ekkehart Scholten. Die ausgebildeten Notfallseelsorger/-innen brächten Herz, Nähe und Geistesgegenwarte ein.

Bianca van der Heyden, Landespfarrerin für Notfallseelsorge, drückte ihre Dankbarkeit aus dafür, dass die Ehrenamtlichen eine besondere Verantwortung übernähmen Sie beschrieb eine Situation, die nahezu alle Notfallseelsorger/-innen kennen: wenn im Dienst nachts das Telefon klingelt und zum Einsatz ruft. Wie die Ehrenamtlichen ihren Rucksack schnappen, den sie schon gepackt haben und losfahren durch die ruhige Nacht. Dass die Ehrenamtlichen dann für den Menschen, der gerade einen nahen Angehörigen verloren hat, da sind. Über den Verstorbenen sprechen oder auch ein Gebet sprechen. Es gebe auch Situationen, das müsse man Schweigen aushalten: „In einem Einsatz war der Sohn verstorben. Die Mutter saß regungslos da und sagte nichts. Sie schwieg. Vier Stunden lang. Aber dann stand sie auf und bedankte sich bei dem Kollegen, dafür, dass er einfach da war.“

Die ökumenisch getragene Notfallseelsorge Leverkusen kann rund um die Uhr über die Leitstellen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert werden. Sie ist kirchlicher Dienst in Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und „Erste Hilfe für die Seele“ für Menschen, die von Notfällen, Unglücken, Gewalterfahrungen oder Katastrophen betroffen sind. Bei Unfällen, plötzlichen Todesfällen oder Suiziden werden die Seelsorger alarmiert. Durchlaufen haben alle ehrenamtlichen Notfallseelsorge eine einjährige Ausbildung der Seelsorgereferentin des Kirchenkreises Leverkusen, Pfarrerin Dr. Andrea Gorres.

Interessierte können sich bei Pfarrerin Dr. Gorres melden:  
PD Dr. Andrea Gorres, Tel. 02174/8966-160 oder andrea.gorreskirche-leverkusen.de

Zum Reinhöhren:
Der Beitrag über die Notfallseelsorge wurde am 09.12.2024 in der Sendung "Himmel und Erde" auf Radio Leverkusen gesendet.