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Behütet und mutig ins neue Schuljahr

Gottesdienst zum Schulbeginn - ausnahmsweise mit Hut. Foto: Heidi Kürten

Unter dem Motto „Mut mit Hut“ hatte der Kirchenkreis die Mitarbeitenden seiner Offenen Ganztagsschulen und die Religionslehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen eingeladen. So klangen die letzten Stunden der Sommerferien in geselliger Runde aus – und das neue Schuljahr begann mit guten Gesprächen und musikalischer Begleitung.

Wer am letzten Tag der Sommerferien die Kirche in Witzhelden betrat, konnte sich eines zweiten Blickes kaum erwehren: In den Bankreihen saßen Menschen mit Hüten in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Pailletten glitzerten, Federn und Tüll bewegten sich im Luftzug, dazu kamen Strohhüte, Zylinder, eine Baskenmütze und ein Fedora. Der ungewöhnliche Kopfschmuck war kein Zufall, sondern Teil des Gottesdienstes zum Beginn des neuen Schuljahres. Unter dem Motto „Mut mit Hut“ hatte der Kirchenkreis die Mitarbeitenden seiner Offenen Ganztagsschulen und die Religionslehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen eingeladen.

„In Ihrem Arbeitsalltag haben Sie manchmal ganz schön viele Hüte auf“, sagten Veronika Kuffner vom Jugendwerk und Jessica Wilhelmi vom Schulreferat zu Beginn. Der Hut wurde dabei zum Sinnbild für die vielen unterschiedlichen Rollen, die im Schulalltag zusammenkommen: zuhören und begleiten, organisieren und vermitteln, unterrichten, Verantwortung übernehmen und immer wieder neue Herausforderungen meistern.

Auch Superintendent Bernd-Ekkehart Scholten griff das Bild in seiner Predigt auf. Dabei führte er den Gedanken des „Behütet-Seins“ direkt zum 91. Psalm. Der Psalm spricht von Gottes Schutz und Begleitung und damit von einer Zusage, die gerade zum Start in ein neues Schuljahr Mut machen kann: Menschen müssen ihren Weg nicht allein gehen.
Scholten nahm auch die doppelte Bedeutung des Wortes „Hut“ in den Blick. Ein Hut ist Kopfbedeckung – „unter Hut“ lässt sich aber ebenso der Gedanke des Schutzes und des Behütet-Seins verstehen. So verband sich das sichtbare Motto des Gottesdienstes mit einer geistlichen Botschaft: Mut und Schutz gehören zusammen. Wer sich auf neue Aufgaben einlässt, braucht nicht die Gewissheit, dass alles problemlos verlaufen wird. Er oder sie darf aber darauf vertrauen, begleitet und getragen zu sein.

Wie unterschiedlich die persönlichen Herausforderungen und Wünsche zum neuen Schuljahr sind, wurde auch in den Fürbitten deutlich. Die Teilnehmenden konnten ihre Anliegen auf kleine Papierhüte schreiben. Diese wurden anschließend im Gottesdienst vorgelesen und in die gemeinsamen Gebete aufgenommen. Sorgen, Wünsche und Hoffnungen bekamen so ihren Platz – verbunden mit der Bitte um Gottes Schutz und Begleitung.
Für die musikalische Gestaltung sorgten Kirsten Prößdorf an der Orgel sowie das Duo Rhythm & Rhyme mit Alexandra Naumann und Rafael Stolarski. Im Nachspiel setzten sie mit dem Lied
„You haven’t been there, ’til you’ve been there“ einen schwungvollen Schlusspunkt. Die Botschaft: Manches muss man ausprobieren, bevor man weiß, wohin ein Weg führt. Es lohnt sich, Schritte zu wagen und dabei die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Zum Abschluss gab es für alle einen kleinen Hut als Erinnerung an den gemeinsamen Gottesdienst. Dazu den Segen: „Der Herr segne dich und behüte dich.“ Ein passender Zuspruch für den Start in die kommenden Monate. Anschließend wechselte die Runde in das Gemeindehaus. Bei Essen und Getränken blieb reichlich Gelegenheit für Begegnungen, Gespräche und den Austausch über die bevorstehenden Aufgaben. So klangen die letzten Stunden der Sommerferien in geselliger Runde aus – und das neue Schuljahr begann mit guten Gesprächen, musikalischer Begleitung und zwei wichtigen Gedanken im Gepäck: Mut, den nächsten Schritt zu gehen, und die Gewissheit, dabei behütet zu sein.