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127. ordentliche Kreissynode des Kirchenkreises Leverkusen 

Superintendent Bernd-Ekkehart Scholten leitete die Synode

Auf der Synode am 19./20.06.2026 in der Friedenskirche in Monheim-Baumberg ging es um die Profilierung der Arbeit des Kirchenkreises

Die Beschlüsse zur Haushaltskonsolidierung (Ziel für das Haushaltsjahr 2028: 702.500 Euro) sehen vor, dass der Kreissynodalvorstand ein Konzept vorlegt, das grundlegende strategische Weichenstellungen beinhaltet. Es soll zunächst losgelöst von der Betrachtung der reinen Wirtschaftlichkeit erfolgen.

Aufgesetzt wurde ein transparenter Beteiligungsprozess. Die Berichte aus den Werken, Referaten und Arbeitsbereichen auf dieser Synode wurden ergänzt durch kurze Vorträge, die anschließend in Kleingruppen diskutiert wurden. Im Zentrum standen die Fragen, wie die Unterstützung von Menschen aussieht, wie Glaube vermittelt wird und wie die Gemeinden durch den jeweiligen Dienst unterstützt werden.  Bei einem Synodaltag am 19. September 2026 werden offene Fragen geklärt.  

„Herausforderungen annehmen und nicht leugnen, Angebote angesichts der kommunalen Haushaltsprobleme anpassen und zugleich zuversichtlich und engagiert zu bleiben: diese Haltung durchzieht alle Ausführungen wie ein roter Faden“, stellt Superintendent Bernd-Ekkehart Scholten fest. Der Ausbau von Kooperationen und Netzwerk, etwa mit der katholischen Kirche, werde forciert und die Akquise von Fördermitteln systematisch verfolgt.

Diakonisches Werk

 Die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Leverkusen, Anika Overath, betonte, dass das Werk über engagierte Mitarbeitende, hohe fachliche Kompetenz und eine starke diakonische Haltung verfüge, auf die in den kommenden Jahren aufgebaut werden könne.

Die Diakonie ist der soziale Dienst der Kirche – mit Wort und Tat. Ganz praktisch zeigt sich das exemplarisch bei unterschiedlichen Angeboten im Stadtteil Manfort. Im Nachbarschaftszentrum Manfort engagieren sich viele, die früher in der Manforter Kirchengemeinde aktiv waren. Sie helfen bei Senioren-Nachmittagen, Informations-Formaten, Spiele-Angeboten oder dem „Umsonst“-Laden.
Verschiedene Hilfen wie  Deutschkurse, Schuldner- und Sozialberatung oder Bewerbungstraining kommen den Menschen im Stadtteil direkt zu Gute und verkürzen komplizierte Wege.

Der Manforter Laden gegenüber gehört zum Netzwerk Frühe Hilfen der Stadt Leverkusen. Die Frühen Hilfen sind ein Unterstützungsangebot mit unterschiedlichen Hilfsangeboten für Eltern mit Kindern im Alter von 0 Jahren bis Schuleintritt: Von Babymassage, über Deutschkurse für Kinder, Familienfrühstücke bis hin zur Erziehungsberatung können auch hier Menschen im Stadtteil professionelle und zugewandte Unterstützung erfahren.
Hier zeige sich: „Diakonie ist gelebter Glaube und baut eine Brücke von der Gesellschaft hin zum kirchlichen Auftrag“, sagt Anika Overath.

Schulreferat

Das Schulreferat im Kirchenkreis sorgt dafür, dass das Fach evangelische Religionslehre an den Schulen im Kirchenkreis nicht aus dem Blick gerät – trotz des allgemeinen Lehrkräftemangels.
7523 Schülerinnen und Schüler nehmen wöchentlich an rund 790 Unterrichtsstunden „Reli“ teil. Neben der inhaltlichen Begleitung ist Schulreferentin Jessica Wilhelmi zuständig für die Aus- und Fortbildung der Religionslehrer*innen. Hier hat sie neue Formate – analog und digital – etabliert und sorgt mit didaktischen Impulsen zu Abiturthemen und Themen wie  „Christliche Influencer“ oder „Gedenken neu denken“ für theologische Updates. In der Mediothek können die Lehrkräfte sich digital mit aktuellem Unterrichtsmaterial versorgen.
Ein weiteres Angebot ist die Schulseelsorge: sie eröffnet an den Schulen vielseitige religiöse Erfahrungsräume wie Fahrten nach Taizé oder Friedensgebete und bietet seelsorgerliche Begleitung für die Schulgemeinschaft an.

Seelsorgereferat

Pfarrerin Seelsorgereferentin Dr. Andrea Gorres hat seit 2017 rund 120 Menschen in der Seelsorge ausgebildet. Interessierte können ihre personale geistliche, kommunikative und ethische Kompetenz schulen. Dabei geht es um eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Nach einer einjährigen Ausbildung sind sie in der Notfallseelsorge, der Altenheim- und der Krankenhausseelsorge tätig. Mit den ehrenamtlichen Seelsorgeteams nimmt der Change-Management-Prozess Gestalt an.  
Gleichzeitig entwickelt sich in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden die Altenheim- und Gemeindeseelsorge,  indem Ehrenamtlichkeit gestärkt und mit professioneller Ausbildung für diese Aufgaben gerüstet sind.


Info Evangelische Kirche:
Die Kreissynode ist das oberste Leitungsgremium des Kirchenkreises. Mitglieder sind die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Presbyterinnen und Presbyter aller Kirchengemeinden in den Städten Burscheid, Langenfeld, Leichlingen, Leverkusen und Monheim, die Funktionspfarrerinnen und -pfarrer und berufene Mitglieder. Die Tagungen sind zweimal jährlich und öffentlich, es sei denn, die Synode beschließt Nichtöffentlichkeit in einzelnen Angelegenheiten. Rund 80 Synodale und Gäste haben an den Beratungen teilgenommen.
Einzelne Themen, die mehr Beratungszeit brauchen, werden in Synodaltagen vorbereitet. 

Der Kirchenkreis Leverkusen ist ein regionaler Zusammenschluss von 11 evangelischen Kirchengemeinden. Als sogenannte „mittlere Ebene“ unterstützt und entlastet er die Gemeinden vor Ort. Er übernimmt übergeordnete Verwaltungs-, Finanz- und Personalaufgaben, die für einzelne Gemeinden zu umfangreich wären.

Die Werke, Referate und Arbeitsbereich des Kirchenkreises unterstützen die Kirchengemeinden in ihren vielfältigen Aufgaben. Sie beraten, vernetzen und vertreten ihre Themen in Kirche und Öffentlichkeit.

  • Diakonisches Werk, Familien- und Erwachsenenbildungswerk, Jugendwerk
  • Jugendreferat, Seelsorgereferat, Schulreferat
  • Kita-Fachberatung, Öffentlichkeitsarbeit