11.11.2017

Herbstsynode Leverkusen tagte in Monheim
Finanzen im Mittelpunkt. Gute Entwicklung in Manfort
"Wenn Leute sagen, dass die Kirche sich in Manfort nicht um die Menschen kümmert, ist das schlicht falsch." Kirchenrat Markus Schaefer vom Landeskirchenamt in Düsseldorf sprach auf der Kreissynode Leverkusen deutlich aus, dass es eine gute Zukunft für die Kirche in Manfort gibt. Der neue Kirchenkreis-Dezernent kennt Leverkusen gut, weil sein Vater Pfarrer in Quettingen und Witzhelden war.


Kreissynodalvorstand und Gäste

Superintendent Gert-René Loerken dankte bei der Synode in der Friedenskirche in Monheim-Baumberg den haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden. In schwierigen Beratungen wie um die Manforter Johanneskirchengemeinde hätten viele sehr konstruktiv dazu beigetragen, dass Neues entsteht. Ab 2018 gilt formal, was jetzt schon gelebt wird: Die Nachbargemeinden Schlebusch und Wiesdorf, das Diakonische Werk, das Jugendwerk und das Familien- und Erwachsenenbildungswerk gestalten ein stadtteilbezogenes Gemeindeleben in der Manforter Johanneskirche.

„Die Aktivitäten des Nachbarschaftszentrums, die Gruppen in der Gemeinde, das Diakonische Werk, das FEBW mit seinem Angebot „Erfahrungswissen für Initiativen“, das Jugendwerk, das die Federführung für eine neu gestaltete Jugendarbeit übernommen hat mit der Idee der Schülerfirma, die Gemeinden Schlebusch und Wiesdorf, - so viele Menschen haben hier Verantwortung übernommen und positive Akzente gesetzt“, berichtete Gert-René Loerken. Es werde Zeit und viel Arbeit brauchen. „Und ich vermute, manche Entscheidungen werden in Zukunft auch die Synode beschäftigen“, so Loerken. „Es glänzt noch nicht – hat Luther einmal formuliert, aber es putzt sich schon.“

 

Auch im besonderen Jahr des Reformationsjubiläums und alltäglich in den vielen Arbeitsbereichen des Kirchenkreises werde gute Arbeit geleistet. Neues entsteht beispielsweise auch in der Seelsorge. Pfarrerin Dr. Andrea Gorres vom kreiskirchlichen Seelsorgereferat bietet Qualifizierungen für Ehrenamtliche an, die sehr stark nachgefragt werden.

Das Diakonische Werk steht an einem Wendepunkt. Geprüft werden müsse, welche Aufgaben die Diakonie noch übernehmen soll und von welchen sie sich möglicherweise trennen müsste. Hintergrund ist, dass das Diakonische Werk Leverkusen einige Arbeitsbereiche hat, die über die Kirchensteuer subventioniert werden.

Deshalb hat der Kreissynodalvorstand einen kleinen Lenkungsausschuss eingesetzt, der die Entwicklungsmöglichkeiten des Diakonischen Werkes prüfen soll. Gleichzeitig geht es um den Abbau des strukturellen Defizites bis 2020.

Auf der Herbstsynode 2018 soll ein erstes richtungsweisendes Ergebnis vorgelegt werden.

 

Die Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterinnen und Presbyter der 13 evangelischen Kirchengemeinden in Monheim, Langenfeld, Leverkusen, Leichlingen und Burscheid hörten, dass der Kirchenkreis finanziell auf einem guten Weg ist: "Wir sind der schwarzen Null sehr nah", sagte Finanzausschussvorsitzender Dr. Thomas Hübner. Sparziele seien teils geschafft, teils werden sie im nächsten Jahr erreicht. Die Kirchensteuer als Haupteinnahmequelle der Kirche gebe einen Gestaltungsspielraum, der zwar eng begrenzt sei, aber genutzt werden könne. Da die Wirtschaft boomt prognostizierte Dr. Hübner nominal steigende Einnahmen. Real werden sie allerdings leicht sinken.

Für die katholischen Kirche grüßten der Leverkusener Stadtdechant Heinz-Peter Teller und der Monheimer Priester Burkhard Hoffmann die Kreissynodalen. Dechant Teller dankte für die Zusammenarbeit und überbrachte der evangelischen Schwesterkirche gute Wünsche für die Zukunft.

Letztmals auf einer Synode war das Pfarrehepaar Brigitta Stahl-Hackländer und Ferdinand Hackländer. Nach 38 Jahren in der Kirchengemeinde Opladen treten sie im Mai 2018 in den Ruhestand. Die Delegierten dankten mit großem Applaus für ihre langjährige Mitarbeit in der Kreissynode u.a. in der Frauen- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die nächste Synodaltagung ist im Juni 2018 und soll klimaneutral sein. Die Synode möchte beim Thema Klima bei sich selbst anfangen und genau darauf achten, die Anreise der Delegierten, die Verpflegung, den Energie- und Papierverbrauch ökologisch verantwortlich zu gestalten.

110. ordentliche (!) Kreissynode
Beratungen der Synode
Die Synode tagte in der Friedenskirche in Baumberg
Superintendent Gert Rene Loerken
Stadtdechant Heinz-Peter Teller
Kirchenrat Markus Schaefer
Brigitta Stahl-Hackländer und Ferdinand Hackländer