30.08.2017

Nachbarschaftszentrum Johanneskirche Manfort
Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger
In Manfort hat der Kirchenkreis Leverkusen mit dem Aufbau des Nachbarschaftszentrums auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort reagiert. So haben künftig nicht nur evangelische Gemeindemitglieder einen Ort zum Gottesdienst feiern und zur Freizeitgestaltung. Ganz ausdrücklich gilt die Einladung allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern - ob sie schon länger hier wohnen oder aus anderen Ländern und Kulturen kommen.

Das Gemeindezentrum gibt es weiterhin, bestehende Gruppen können sich dort wie gewohnt treffen, darüber hinaus werden Angebote für alle Menschen im Stadtteil entwickelt.
Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen finden weiterhin in Manfort statt. Mit dem Wiesdorfer Pfarrer Christoph Engels und dem Schlebuscher Pfarrer Gunnar Plewe versorgen nun zwei Pfarrer die Gemeinde.

Der Bevollmächtigtenausschuss, der die Gemeinde in den vergangenen 1 ½ Jahren leitete, hat nicht nur die Versorgung der Kirchenmitglieder sichergestellt, auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihren Arbeitsplatz. Die mit etwa 1500 Kirchenmitgliedern kleinste Gemeinde im Kirchenkreis hat seit über zehn Jahren Schwierigkeiten. Da bei der letzten Presbyteriumswahl kein Presbyterium mehr gebildet werden konnte, hat der Bevollmächtigtenausschuss die Leitung der Gemeinde übernommen – so, wie es die Kirchenordnung vorsieht.

Unter dem Motto "Manfort aktiv" koordiniert Philipp Hackländer die verschiedenen Ideen: kulturelle Aktivitäten, sich zu gemeinsamen Spielenachmittagen treffen oder im Gemeinschaftsgarten zu arbeiten.  Seit Mai gibt es donnerstags von 15.00 bis 16.30  ein offenes Café, jeder ist herzlich eingeladen und am ersten Mittwoch im Monat wird von 16 bis 18 Uhr auf der großen Wiese vor dem Nachbarschaftszentrum gegrillt.

Die ersten Gruppen haben damit begonnen, zu kochen und eine Hilfsbörse zu installieren. Im Vordergrund steht die Selbstorganisation, aber Mitarbeiter der Evangelischen Kirche und der Diakonie geben professionelle Hilfestellung.

So hat der Kirchenkreis eine Stelle für die offene Kinder- und Jugendarbeit ausgeschrieben. Im Nachbarschaftszentrum soll eine  "Schüler und Schülerinnenfirma" neu entstehen, die in eigener Regie ein Café betreibt. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Events wie Konzerte, Kino oder Workshops entwickelt.
Hier sieht man deutlich: Die evangelische Kirche nimmt ihre Verantwortung wahr, unterschiedliche Interessensgruppen zu integrieren, ihnen einen Ort zu bieten und so gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stiften.