06.03.2017

500 Jahre Reformation - 500 evangelische Jugendliche
Event des evangelischen Kirchenkreises Leverkusen
Die Kirche platzte aus allen Nähten, als am Freitag, 03.03.2017 über 500 Jugendlichen zum Event "Jugend trifft auf Reformtion" nach Rheindorf in die Hoffnungskirche kamen.


Die Hoffnungskirche war bis zum letzten Platz besetzt.

Spirituell, kreativ und sportlich: mit verschiedenen Angeboten und Aktionen konnten sich über 500 evangelische Jugendliche dem Thema "Reformation" annähern. Konzipiert war der Freitagabend in der Hoffnungskirche nach dem Ausspruch von Martin Luther: "Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen."

In der Eröffnungsandacht spannte Pfarrer Hansgerd Mertzen gemeinsam mit Konfirmanden den Bogen zur heutigen Zeit: Luther war ein Vorbild, wenn es darum geht, für seine Überzeugung und seinen Standpunkt einzutreten.

Außerdem lasse sich der Wert eines Menschen nicht nach Kategorien wie Geld oder Erfolg bemessen, die Gnade Gottes kann man sich nicht verdienen, sie ist ein Geschenk.

Nach der Andacht konnten die 12- bis 16-Jährigen aus den 13 Gemeinden des Kirchenkreises Leverkusen (aus den Kommunen Leverkusen, Monheim, Langenfeld, Leichlingen und Burscheid) aus dem vielfältigen und bunten Programm auswählen.
"Ich habe ein Foto im Lutherkostüm gemacht und ein Anliegen an die Thesentür gehängt, ich wünsche mir Frieden", sagt der 14-jährige Sören.

Andere haben zum Beispiel einen Luther-Film angeschaut, Theater-, Tanz- oder Percussion-Workshops besucht, Seife geschnitzt, Rucksäcke bedruckt, Stockbrot am Lagerfeuer gebacken oder einfach gemeinsam gespielt und geredet.
Organisiert haben den Abend viele Hauptamtliche und Ehrenamtliche. Neben dem Programm war für Anette Dabringhaus, die den Gesamtevent koordiniert hat, wichtig, dass die Jugendlichen sich wohl fühlen. "Das beginnt damit, dass alle gut informiert sind und die Angebote ansprechend finden. Und natürlich auch etwas Leckeres zu essen bekommen."
205 Kilogramm Nudeln mit Tomatensoße und 600 Müsliriegel fanden reißenden Absatz. Die Evangelischen Jugend Schlebusch schenkte selbsthergestellten Apfelsaft aus.
"Ein respektvoller Umgang, neue Begegnungen und ein freundliches Miteinander haben den Abend geprägt", so Anette Dabringhaus. Darüber hinaus sei elementar, dass die Jugendlichen selbst bestimmen, was sie gerne machen möchten – auch wenn sie zwischendurch Videos auf dem Smartphone schauen.

Den Abschlussgottesdienst gestaltete Pfarrerin Petra Steffen, Beauftragte für die Konfirmandenarbeit des Kirchenkreises Leverkusen gemeinsam mit Jugendlichen zum Thema "Fake News". Sie plädierte dafür, sich durch Originalquellen zu informieren, statt auf Gerüchte aufzuspringen. Auch hier könne man durchaus Luther zum Vorbild nehmen, denn er hatte mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche dafür gesorgt, dass die Menschen den Text selber lesen konnten und sich nicht auf Gelehrte verlassen mussten.

Seife schnitzen kam bestens an
Stockbrot backen am Lagerfeuer
Die Thesentuer - fast wie bei Luther